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Neben offenen Armen brauchen Flüchtlinge eine Jena auch praktische Unterstützung. Gesucht werden gut erhaltene und saubere Spendengüter.

  • waschbare Decken und Kissen
  • Tischdeckentiefe und fache Teller
  • waschbare Decken und Kissen
  • Tischdecken
  • Bettwäsche
  • Handtücher, Geschirrtücher
  • Tassen und Gläser
  • Töpfe und Pfannen
  • elektrische Wasserkocher
  • Wäscheständer
  • tiefe und fache Teller
  • Besteck
  • Wasserkessel
  • Staubsauger
  • Vorhänge und Gardinen sowie Befestigungen dafür (Gardinenstangen etc.) 
  • Kinderkleidung und -schuhe
  • Spielzeug für Kinder: Puppen, Puppenwagen, Autos, Bobbycars, Dreiräder, etc.
  • Sport- und Spielgeräte: Brettspiele, Bälle, Federballschläger, etc

Bitte keine Puzzles und keine Kuscheltiere!

Abgabe ist möglich an den letzten drei Februartagen in der WAGNERGASSE 25/ Ecke Am Steiger.

Donnerstag, 26. Februar  8 bis 21 Uhr
Freitag, 27. Februar  8 bis 21 Uhr
Samstag, 28. Februar  8 bis 21 Uhr

Was nicht benötigt wird, geben wir weiter an gemeinnützige Organisationen. 

Wer beim Annehmen und Sortieren bzw. dem Transport der Spendengüter helfen möchte, meldet sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und gibt eine Telefonnummer an.

Wer sich öfter/regelmäßig engagieren möchte, kann über diese Adressen Kontakt zu uns aufnehmen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die ca. 15 Menschen starke kleine Jenaer Gruppe traf sich mit zwei weiteren Kleingruppen aus Weimar wie zufällig auf der vorgesehenen Strecke des Neo-Nazi-Aufmarsches. Dunkel war es und kalt, aber die Freude über den gelungenen Coup überwog. Nach etwas Stress mit der überraschten Polizei ("Spontandemo? Wieso haben Sie dann gleich ein Transparent mit dabei?") zog erst mal Ruhe ein, die Blockade wurde allerdings total abgeschottet. Trotzdem gelangte dank Unterstützung von Anwohnerinnen eine weitere Kleingruppe hinzu, so dass schließlich knapp 50 Menschen den Platz besetzt hielten.

https://www.facebook.com/pages/Bürgerbündnis-gegen-Rechtsextremismus-Weimar/116569865028281

Als es hell wurde und in den Hofeingängen sich weitere Unterstützung sammelte, wurde die Stimmung noch besser. Im Sprecherinnen-Plenum und in den Bezugsgruppen wurde die Lage besprochen und Entscheidungen gefällt. Trotz durchaus entspannter Polizei zeichnete sich gegen 11 Uhr jedoch ab, dass eine Räumung unumgänglich wurde. Zur Duldung der Blockade und Verlegung der Nazi-Route oder gar der völligen Unterbindung des wunderlichen 'Trauermarsches' waren einfach nicht genügend Menschen beteiligt.

In einer gemeinsamen Abwägung (die vielleicht etwas intensiver hätte sein sollen) entschied sich die Gruppe zum Abbruch der Blockade und zog geschlossen Richtung Bahnhofsvorplatz. Insgesamt gelang so ein guter Beitrag zu dem beeindruckenden Gesamtgeschehen, welches Weimarer Bürgerinnen und Bürger dem rechten Spuk entgegenstellten.

2015-02-07 weimar 200px+++ Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise aus Jena ist 06.15 Uhr am Westbahnhof +++

Infotelefon (01573) 9531057
Demo Sanis (01578) 7193871
Ermittlungsausschuss (01575) 2836185
Ticker / Twitter @bgr_weimar, #Weimarreichts

Aufruf von Wir sind alle Dresden Nazifrei:

„Kommt nach vorne“ - Diese drei Wörter soll Tim H. 2011 in Dresden bei der Blockade von Europas größtem Nazi-Aufmarsch durch ein Megafon gerufen haben. Bis heute gibt es keine Beweise dafür. Trotzdem wurde Tim zu fast zwei Jahren Gefängnis verurteilt - ohne Bewährung. In der zweiten Instanz wurde das Urteil nun aufgehoben - und Tim zu 4.050 Euro für Beleidigung verurteilt. Auch das nur aufgrund verwackelter Videoaufnahmen, von denen sogar der Richter sagte: „Das Video der Polizei ist praktisch nicht brauchbar“. Lasst Tim nicht mit den Kosten alleine - Jetzt spenden!

Antifaschistischer Protest ist nicht kriminell, sondern notwendig

Am 16.10.2014 soll sich der Geschäftsführer der Berliner VVN-BdA, Markus Tervooren, wegen mehrfachen schweren Landfriedensbruchs und als einer der »Rädelsführer« der erfolgreichen Antinaziblockaden 2011 vor dem Dresdener Amtsgericht verantworten. "Tatwaffen" sollen ein Megaphon und eine Fahne der Verfolgten des Naziregimes sein.

Er erklärt dazu:
Den abertausenden antifaschistischen Demonstrant_innen die in Dresden über Jahre hinweg den Neonazi-Aufmarsch blockiert haben, zu unterstellen, sie hätten den „Landfrieden“ gebrochen zu haben ist mehr wie absurd. Sie waren es, die den unerträglichen sächsischen Landfrieden mit den Neonazis ein Ende gesetzt haben und damit der sächsischen Demokratie auf die Sprünge geholfen haben. Zuvor hatten Neonazis über viele Jahre die Dresdener Innenstadt regelmäßig in einen NS-Erlebnispark unter Polizeischutz verwandelt.

Den hartnäckigen und jahrelangen Bemühungen tausender Antifaschist_innen hat gerade die Stadt Dresden und ihr angeschlagener Ruf viel zu verdanken.

Ein „Rädelsführer“ in diesem demokratischen Prozess gewesen zu sein, ist durchaus ein vermeintlich schmeichelhafter wenn auch falscher Vorwurf. Er zeugt von einem grundfalschen Verständnis der antifaschistischen Proteste und diffamiert die Zivilcourage tausender Blockierer_innen, die diese getragen haben. Neonazis wollen und brauchen Führer, Demokrat_innen und Antifaschist_innen nicht!

Mit Polizist_innen, Staatsanwält_innen und Richter_innen mit einer solch autoritären Vorstellung von Gesellschaft zu tun haben zu müssen, macht mir Bauchschmerzen.

Die Anklagen gegen Tim H., Lothar König und mich sind Konstrukte, die diesem Weltbild entsprechen, uns stellvertretend kriminalisieren und zivilgesellschaftlichen Protest einschüchtern und delegitimieren sollen.

Willkürlich hat die Anklage Videomaterial des Tages als "Beweise" zusammengestellt, um es dann abenteuerlich zu interpretieren. Doch schon die der Verteidigung vorliegenden Akten lassen jede Grundlage für die behaupteten Tatvorwürfe vermissen.

Nach Dresden zu fahren um gegen die Neonazis Gesicht zu zeigen, den damals größten Naziaufmarsch Europas zum stehen zu bringen, war allen Mitgliedern der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten ein wichtiges Anliegen. Und mir als Geschäftsführer der Berliner VVN-BdA ist es auch eine Verpflichtung gegenüber den Überlebenden des Naziterrors, den Gründerinnen und Gründern unserer Organisation. Unsere Fahne, die hier ja auch vor Gericht steht, nimmt die Kleidung der Insassen der Konzentrationslager auf, sie ist die Fahne der Opfer des Faschismus, die Fahne des Schwurs von Buchenwalds.

Empörung und Widerstand gegen Neonazis, Geschichtsverdreher, Holocaustleugner, Rassisten und Antisemiten zu organisieren und zu schüren, das ist mein Job, die Tatsache zu skandalisieren, das sie von der Polizei beschützt durch unsere Innenstädte marschieren dürfen, auch.

Genauso ist es unsere Aufgabe, uns um das seelische Wohlergehen derjenigen zu kümmern, denen Neonazi-Aufmärsche und deren Propaganda auch nach Jahrzehnten nach der Befreiung vom Faschismus die nackte Angst einflößt. Für sie ist es beruhigend und wohltuend wenn sich Menschen den Neonazis entgegenstellen und sie haben es verdient.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Berlin im Oktober 2014

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