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Aktionsnetzwerk und Bürgerbündnis kritisieren Minister Huber

„Wir waren nicht in Erfurt, um gegen ein abstraktes Konstrukt von 'politischem Extremismus' zu protestieren, sondern um uns den Nazis von der NPD und aus ihrem Umfeld entgegenzustellen und sie durch Blockaden an ihrem menschenverachtenden Tun zu hindern“, erklärte Luise Zimmermann, Sprecherin des Jenaer Aktionsnetzwerks.

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Foto: B. Glasser

„Es ist durch massenhaften zivilen Ungehorsam am 1. Mai gelungen, die NPD zu stoppen.“, erklärten Luise Zimmermann und Rebekka Höfer-Dieckmann, Sprecherinnen des Jenaer Aktionsnetzwerks und des Weimarer Bündnis gegen Rechts. Aus Jena und Weimar waren über 100 Menschen zwischen 16 und 70 Jahren gemeinsam nach Erfurt gefahren, um die Erfurter bei ihrem Widerstand gegen den NPD-Aufmarsch zu unterstützen.

„Wir sind froh und erleichtert, dass nach der Blockade des Naziaufzugs in Dresden dies in Erfurt wieder gelungen ist“, sagte Rebekka Höfer-Diekmann. „Wie in Dresden, Jena und Weimar haben wir auch in Erfurt auf die Wirkung eines offenen Blockadeaufrufs und eines transparenten Aktionskonzept gehofft“, erklärte Luise Zimmermann.

Die am 12.4.2010, in einer gemeinsamen Aktion von Jenaer Bürgerinnen und Bürgern, plakatierte Werbetafel an der Jenaischen Straße 37 in Lobeda-Altstadt, wurde zum wiederholten Male beschädigt.

Am Montag dem 12.4. brachten Jenaer Bürgerinnen und Bürger das erste drei Motiven auf die Plakatwand in der Jenaischen Straße 37 in Lobeda-Altstadt, die in den vorhergehenden Wochen von Schülern der Lobdeburgschule gestaltet wurde. Die Motive, die sich alle mit dem Thema „Nazis in unsere Mitte“ beschäftigen, sollen in den nächsten Wochen auf das sogenannte „Braune Haus“ und seine Bewohner aufmerksam machen und deutlich zeigen, dass es in Jena keinen Platz für menschenverachtende Propaganda gibt.

plakat1_prev plakat2_prev

plakataktion_prevDer Initiativkreis "Was tun gegen das 'Braune Haus'?!", ein Arbeitskreis im Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus, sowie Schülerinnen und Schüler der Lobdeburgschule in Lobeda-Altstadt laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein, am Montag den 12.4.2010 um 17:00 Uhr an der Jenaischen Straße 37 zusammen ein Zeichen gegen Naziideologie und Menschenfeindlichkeit zu setzen. Gemeinsam wird dort das erste von drei Plakaten angebracht, die Schülerinnen und Schüler der Lobdeburgschule gestaltet haben. Mit dieser Aktion soll deutlich zum Ausdruck gebracht werden, dass hier kein Platz für Neonazis ist – nicht in Jena, nicht in Lobeda-Altstadt und auch nicht in der Jenaischen Straße.

Das Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus verurteilt den Farbbeutelanschlag auf das Haus von Oberbürgermeisters Dr. Albrecht Schröter.

Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Anschlag seinem deutlichen Engagements gegen Rechtsextremismus galt, ihn einschüchtern und zurückhalten soll. Wir sind sicher, dass dies nicht gelingt.